Zukunftsorte-Besuch im Uferwerk (Werder/Havel)

Das Uferwerk in Werder (Havel) zeigt, wie aus einem ehemaligen Schaltgerätewerk ein lebendiges, ökologisches Wohn- und Arbeitsquartier in Genossenschaftshand wird. Beim Besuch vor Ort erlebt ihr Strohballenbau, dezentrale Energieversorgung und gelebte Sharing-Kultur – im direkten Austausch, in einer kleinen Gruppe… Details

Themenschwerpunkt Vision & Nutzungskonzept

Bereisung

2,5–3 Std.

19,00 €
  • Interaktive Geländeführung über das gesamte Areal
  • Themencafé mit frei wählbaren Schwerpunkten
  • Direkter Austausch in kleiner Gruppe (5 bis 20 Personen)
  • Ausklang mit Getränken und kleiner Verpflegung

Lerninhalte

Bauliche Transformation & ökologisches Bauen

Das zur Bauzeit größte Strohballen-Wohnhaus Deutschlands besichtigen und verstehen, wie Bauen im Bestand unter Denkmalschutz gelingt.

Dezentrale Energieversorgung

Die Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk und Photovoltaik kennenlernen, die rund 80 Prozent des Strombedarfs vor Ort deckt.

Sharing-Infrastruktur

Selbstverwaltete Werkstätten, Verschenkeladen und Food Coop erleben und die Organisation dahinter verstehen.

Gemeinschaft & Governance

Arbeitsgruppen-Strukturen, Entscheidungsfindung im Plenum und den Umgang mit Konflikten aus erster Hand erfahren.

Das Uferwerk in Werder (Havel) steht beispielhaft für die geglückte Transformation einer ehemaligen Industriefläche in ein lebendiges, ökologisches und gemeinschaftliches Wohn- und Arbeitsquartier. Auf dem Areal des früheren Schaltgerätewerks ist seit 2012 eine Genossenschaft entstanden, die heute rund 100 Erwachsenen und 50 Kindern ein Zuhause bietet – mit 61 Wohnungen auf etwa 5.000 Quadratmetern Wohnfläche in einem Mehrgenerationenmodell.

Der Besuch ist als intensives, dialogorientiertes Format für 5 bis 20 Personen angelegt. Nach einer persönlichen Check-in-Runde führt ein interaktiver Geländerundgang zu den Kernthemen des Ortes: ökologisches Bauen im Bestand mit dem zur Bauzeit größten Strohballen-Wohnhaus Deutschlands, die Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk und Photovoltaik, die rund 80 Prozent des benötigten Stroms vor Ort erzeugt, die selbstverwalteten Werkstätten, der Verschenkeladen und die Food Coop sowie das nachbarschaftliche Carsharing Otua

Im anschließenden Themencafé vertieft die Gruppe die Schwerpunkte, die euch am meisten interessieren – von Gemeinschaftsprozessen und Governance über Sharing-Praxis und Quartiersöffnung bis zu Finanzierung, Sanierungshürden und Baupraxis. Den Abschluss bilden eine gemeinsame Reflexion und ein informeller Ausklang bei Getränken und kleiner Verpflegung.

Lernziele

  • Die Transformation vom Industrieareal zum gemeinschaftlichen Quartier nachvollziehen
  • Ökologische Bauweisen wie Strohballenbau im Bestand einordnen
  • Modelle für dezentrale Energie, Sharing und geteilte Mobilität kennenlernen
  • Genossenschaftliche Finanzierung und Governance verstehen
  • Impulse und Kontakte für das eigene Projekt mitnehmen

FAQ

Ist für Verpflegung gesorgt?

Ja, zum Ausklang gibt es Getränke und eine kleine Verpflegung – Zeit für informelle Gespräche, verbliebene Einzelfragen und den Austausch über Kooperationsmöglichkeiten.

Was sehen wir auf dem Geländerundgang?

Der Rundgang folgt den Kernthemen des jeweiligen Ortes. Im Uferwerk sind das zum Beispiel das zur Bauzeit größte Strohballen-Wohnhaus Deutschlands, das Bauen im Bestand unter Denkmalschutz, die Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk und Photovoltaik, die selbstverwalteten Werkstätten, der Verschenkeladen, die Food Coop und das nachbarschaftliche Carsharing.

Können wir eigene Schwerpunkte setzen?

Ja. Zum Auftakt sammelt eine kurze Blitzlicht-Runde, welche Fragestellungen ihr mitbringt. Der Rundgang lässt Raum für spontane Rückfragen und Diskussionen, und im Themencafé werden die Schwerpunkte gezielt nach euren Interessen gesetzt – etwa Gemeinschaft und Governance, Sharing-Praxis oder Finanzierung und Baupraxis.

Wie lange dauert der Besuch und wie läuft er ab?

Ein Besuch dauert 2,5 bis 3 Stunden und besteht aus vier Bausteinen: Ankommen mit persönlicher Check-in-Runde und historischem Kontext, ein geführter, interaktiver Geländerundgang, ein vertiefendes Themencafé und eine Abschlussrunde mit informellem Ausklang.

An wen richtet sich ein Zukunftsorte-Besuch?

An kleine Fachgruppen, Projektteams, Gründungsinitiativen und kommunale Vertretungen mit 5 bis 20 Personen. Die überschaubare Gruppengröße ermöglicht einen direkten Austausch auf Augenhöhe und echtes Nachfragen direkt an den Stationen.

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